Zukunftsforscher untersuchen die Zukunft der Arbeit

Newsletter März 2014

weltpuzzle.jpgDer klare Gewinner der Gegenwart einer Szenariostudie von Z_punkt, einem renommierten, international tätigen Beratungsunternehmen für strategische Zukunftsfragen: das weltweit oft kopierte duale deutsche Ausbildungssystem. Mit großem Medienecho stellte der britische Staatssekretär für Unternehmen und Qualifikation, Matthew Hancock, die Studie „The Future of Work. Jobs and Skills in 2030“ in London vor, die Z_punkt im Auftrag der UK Commission for Employment and Skills (UKCES) erarbeitet hatte.
Die klare Botschaft der Untersuchung: In der Arbeitswelt wird es in den nächsten Jahrzehnten zu massiven Veränderungen kommen. Dabei werden Vier-Generationen-Büros zur Normalität und immer mehr werden an den Schalthebeln der Macht sitzen. Der Firmenkollege am Nebenschreibtisch könnte also schon Urgroßvater sein. Viele Büros werden virtuell sein und Frauen stellen die Mehrheit der Hochqualifizierten im Unternehmen. Aber auch Maschinen gewinnen an Einfluss und werden vielerorts Akademiker ersetzen. Die Studie beleuchtet die entstehenden Handlungsfelder für Unternehmen, Arbeitnehmer, Fortbildungseinrichtungen und auch die Politik auf. Zwar ist die Untersuchung auf den  britischen Arbeitsmarkt zugeschnitten. Doch der Überzeugung der Wissenschaftler lassen sich die Erkenntnisse aus der Studie in vielen Bereichen auch auf die Situation in Deutschland übertragen.

Mit Blick auf die duale Ausbildung  pries Matthew Hancock das deutsche System und kritisierte das britische: Firmen in Großbritannien bildeten kaum aus, diejenigen, die es täten, trügen das Risiko, ihre Fachkräfte an Wettbewerber zu verlieren. „Sehen Sie sich Länder wie Deutschland an. Das ist die Kultur, die wir brauchen.“  Für Toby Peyton-Jones, Director of HR for Siemens in the UK and North-West Europe und Commissioner bei der UKCES, stellt der Report „one of the most comprehensive studies of its kind“ dar.

Im Unterschied zu den Gegebenheiten der Arbeitswelt der Vergangenheit wird, der Studie zufolge, Weiterbildung und lebenslanges Lernen in einer weltweit vernetzten Welt zu den Selbstverständlichkeiten der Zukunft gehören. Kaum mehr jemand wird 2030 am Ende seines Berufslebens die Tätigkeit ausüben wird, für die er ursprünglich ausgebildet worden war. 
  

zurück zum Newsletter