Kaviarautomaten in Russland

Der Ikramat, benannt nach russischen Wort „Ikra“ für Kaviar, macht’s möglich: Kaviar ist nun in Moskau nicht mehr nur auf dem Markt, sondern auch in Automaten erhältlich. Etwa 30 Automaten der Firma Jukra bieten so die Lieblingsdelikatesse der Russen als „Kaviar to go“ an.

Kaviarautomaten in Russland

Bereits zu Sowjetzeiten galt schwarzer Kavier fast schon als Grundnahrungsmittel der Bevölkerung und auch heutzutage wird diese Delikatesse in allen sozialen Schichten konsumiert. So finden sich heute an zahlreichen Orte/ nicht nur in modernen Geschäftsvierteln in Moskau Ikramaten, für den schnellen Kavier-Genuss zwischendurch.
Das kleinste Glas ist bereits für 150 Rubel (knapp vier Euro) erhältlich, der Ikramat bietet jedoch auch Familienpackungen von 320 Gramm für 15 Euro. Die Geschäftidee, die dahinter steckt, ist simpel, so Jelena Sonosowa von der Firma Jukra: "Händler haben ihre Rechnungen oft zu spät bezahlt. Bei diesen Geräten kassieren wir aber sofort."
Unter Feinschmeckern ist der Ikramat jedoch umstritten. So zweifeln einige an der Qualität oder Frische der Ware. Sonosowa führt dazu an, dass der Kavier im Ikramaten durchaus bis zu acht Monate haltbar sei. Der Kaviar stammt aus dem Fernen Osten Russlands. Die edelste Sorte – der schwarze Beluga – ist jedoch nicht im Autoamten erhältlich, da er unter Artenschutz steht und zudem kaum bezahlbar ist.

Quelle: Spiegel ONLINE

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