Die Erfolgsbausteine eines guten Trainings

Newsletter Mai

Erfolgsbausteine Interkultureller Trainings, Newsletter Fix International Services, Interkulturelle Kompetenz. Interkulturelle TrainingsGing es in den zurückliegenden Artikeln zur Trainingsvorbereitung um die Trainerauswahl, die Bedarfsanalyse, die Zusammensetzung der Teilnehmergruppen und den optimalen Trainingszeitpunkt, so steht jetzt die konkrete Trainingsdurchführung im Fokus: Wie muss ein Training aufgebaut sein, damit sich die Investition lohnt?

Rubrik: Trainingsvorbereitung Teil IV

Welche Bausteine? Welche Trainingsinhalte?


Jedes Unternehmen setzt im internationalen Geschäft eigene Schwerpunkte. Deshalb sollte die Auswahl der spezifischen Trainingsinhalte auf der Grundlage einer genauen Bedarfsanalyse erfolgen (vergl. Trainingsvorbereitung Teil I). Unabhängig von den hier ermittelten konkreten Inhalten sollte ein gutes Interkulturelles Training grundsätzlich die folgenden Bausteine enthalten:

A) Interkulturelle Sensibilisierung: In diesem Teil geht es um generelle interkulturelle Wirkmechanismen und die Auswirkung von Kultur auf Interpretation, Verhalten und Erwartungshaltung. Wo liegen die kulturbedingten Risiken in der internationalen Geschäftsabwicklung? Welche Mechanismen werden in Gang gesetzt, wenn wir im Geschäftsalltag mit ungewohnten Verhaltensweisen konfrontiert werden? Wie ist unsere persönliche Strategie zum Umgang mit „Fremdheit“ und welche Konsequenzen ergeben sich hieraus für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit?

B) Die eigene Kultur: Eine Auseinandersetzung mit der eigenen kulturellen Prägung ist Grundvoraussatzung für kompetentes Handeln im internationalen Arbeitskontext. Was ist eigentlich deutsch – und in welcher Beziehung verhalte ich mich „deutsch“? Warum verhalten wir uns so, wie wir uns verhalten? Und was ist in anderen Kulturkreisen im Bezug auf die konkrete Arbeitssituation vielleicht gar nicht so selbstverständlich, wie wir annehmen?

C) Die Zielkultur: Landeskunde ist fester Bestandteil zahlreicher Interkultureller Trainings: Die Inhalte des Koran, die Anordnung der Nationalstaaten Arabiens, die Theorien von Konfuzius…Doch ist es wirklich sinnvoll derartige Themen in einem Interkulturellen Training anzusprechen? Einiges im Verhalten unserer internationalen Geschäftspartner ist für uns tatsächlich nur dann nachvollziehbar, wenn wir uns mit den geschichtlichen, geographischen und religiösen Hintergründen in der Zielregion auseinandergesetzt haben: Doch dienen diese Informationen allenfalls als nützliches Hintergrundwissen. Stellen Sie sicher, dass dem Teil der Landeskunde im Training nicht zu viel Raum eingeräumt wird. Denn zur Lösung konkreter Probleme tragen diese Inhalte eher selten bei. Bei der Themenauswahl sollte der Schwerpunkt immer auf dem Arbeitsalltag liegen!

D) Gegenüberstellung kultureller Unterschiede: Im Umgang mit Ihren potenziellen Kunden und Kooperationspartnern im Zielland geht es nicht um die Imitation bestimmter Verhaltensweisen, sondern um ein Verständnis für die Hintergründe der fremden und der eigenen Kultur. Um zu verdeutlichen, wie interkulturelle Missverständnisse entstehen und wie diesen erfolgreich vorgebeugt werden kann, müssen unterschiedliche kulturelle Orientierungen sowie Unterschiede in Fremd- und Selbstwahrnehmung gegenübergestellt werden. Anschließend werden aus diesen Hintergründen Strategien im Umgang mit den bedeutsamsten kulturellen Unterschieden für Ihren praktischen Arbeitsalltag entwickelt. Je nach Bedarf kann ein Fokus auf Verhandlungen, Mitarbeiterführung, Teamverständnis, Projektarbeit, Konfliktmanagement, Geschäftsanbahnung, Präsentationen und Meetings gelegt werden.

E) „Dos and Don'ts“ - Tipps und Tricks für den geschäftlichen Umgang: Der „International Business Knigge“ kann hilfreich sein, birgt aber auch Risiken. Denn Auslandsmärkte, Nationalkulturen und Menschen sind komplex. Fremde Kulturen lassen sich niemals durch einige Verhaltensratschläge und knackige Erklärungen erschließen. „Dos und Don'ts“ lassen die Komplexität einer Kultur außer Acht und vermitteln dem Teilnehmer ein falsches Sicherheitsgefühl. Vor dem Hintergrund regionaler Unterschiede, wechselnder Bedingungskonstellationen und interindividueller Unterschiede in Persönlichkeitsstruktur und Auslandserfahrung erweisen sich viele der vermeintlich hilfreichen Business-Tipps nicht nur als irreführend, sondern mitunter sogar als geschäftsschädigend. Und aus Erfahrung lässt sich sagen: Noch kein Geschäft ist daran gescheitert, dass Visitenkarten falsch überreicht wurden…

F) Möglichkeiten und Grenzen des Gelernten: Ein gutes Training enthält Raum für die Grenzen und Einschränkungen der vermittelten Inhalte. Was kann ein Interkulturelles Training tatsächlich leisten? Welche Wirkmechanismen werden in Gang gesetzt? Und lässt sich Interkulturelle Kompetenz tatsächlich in einem Training „erlernen“? Näheres hierzu erfahren Sie jedoch erst in einer unserer nächsten Ausgaben.



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