Trainingswirkung und Trainingsdauer - Der Zusammenhang ist messbar!

Newsletter September 2012

ziele.jpgDie interkulturelle Kompetenz scheint ein inflationär benutztes Modewort geworden zu sein, auch bei bedeutenden Stellenanzeigen ist sie aus den Anforderungsprofilen kaum noch wegzudenken. Doch kann man messen, ob es bei der Verbesserung dieser Fähigkeiten durch interkulturelle Seminare einen Zusammenhang zwischen Seminarlänge und Seminarerfolg gibt? Wissenschaftliche Untersuchungen belegen dies, besonders bei der Frage, ob sich ein- oder zweitägige Veranstaltungen mit aktiven Trainingsmöglichkeiten für die Teilnehmer empfehlen.
Wer sich die Vermittlung umfassender kultureller Kompetenz in Form von Frontalunterricht erhofft, der die „Do‘s“ and „Dont‘s“ bestimmter Regionen erklärt, wird demnach enttäuscht werden – auch wenn die Teilnehmer schnell zu der Erkenntnis gelangen, ihr Verhalten anschließend besser auf die ausländischen Partner ausrichten zu können. Beim interkulturellen Training besteht das Ziel nicht darin, die Arbeitsatmosphäre zwischen Angehörigen unterschiedlichen Kulturen zu verbessern – was durch die Vermittlung von „Do‘s“ and „Dont‘s“ schnell möglich ist - sondern die gemeinsamen Ergebnisse in der Arbeit. Doch Lernen braucht Zeit und Wiederholung.

Also müssen Seminare mehr leisten, wenn sie eine wirkungsvolle Plattform zum erfahrungsbasierten Lernen und zur Reflexion sein sollen: Die Teilnehmer müssen das Erlernte aktiv trainieren können. Die Seminardauer muss sich dabei nach dem gesetzten Lernziel richten. Es geht darum, unter Aufwand optimaler Methoden in optimaler Zeiteinteilung das zu vermitteln, was die Seminarteilnehmer zur Verbesserung ihrer beruflichen Aufgaben im internationalen Business brauchen. „Aus internationalen Studien und auch dem Feedback unserer eigenen Seminarteilnehmer ist abzulesen, dass die Teilnehmer zweitägiger Seminare diese besonders hilfreich im Hinblick auf die Ergebnisse ihrer eigenen Arbeit bewerten“, erläutert Katrin Brass, Leiterin des Bereichs Interkulturelles Training beim Kommunikationsdienstleister Fix International in Hamburg, „Ein methodisch gut aufgebautes Training entfaltet seine Wirkung, wenn in unterschiedlichen, einander folgenden Übungen und Rollenspielen Übungseffekte sichtbar werden, wiederholt werden können und das Verhalten der Teilnehmer stärken und sichern.“ Interkulturelles Training muss sich für ein Unternehmen „rechnen“, schließlich entstehen nicht nur Seminarkosten, sondern auch die Abwesenheit der Mitarbeiter von ihrer eigenen Arbeit beansprucht Ressourcen, das Kosten-Nutzen-Verhältnis muss stimmen. Die Wissenschaft zeigt: Wer intensiver trainiert, lernt mehr. Die Wirkung des Trainings und der Nutzen in der Praxis muss also das entscheidende Kriterium für den Aufwand sein, den ein Unternehmen mit seinen Weiterbildungsaktivitäten betreibt. Jede Investition in ein Training, das nur „kostengünstig“ ist, ist eine vergebliche Investition.  



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