Qualifizierung interkultureller Trainer: Auch Trainer müssen lernen – Warum Weiterbildung wichtig ist

Newsletter Juli 2012

Trainerweiterbildung, Interkulturelles Training, Newsletter, Fix International ServicesInterkulturelles Training oder Coaching verhelfen den Teilnehmer zur Steigerung ihrer Souveränität in der Zusammenarbeit mit ausländischen Kunden, Geschäftspartnern oder Kollegen. Kulturelle Unterschiede sollen nutzbar gemacht werden, Missverständnisse gilt es auszuräumen. Voraussetzung hierfür ist die Qualität eines Trainers und seine ständige Weiterqualifizierung. Denn der erfolgreiche Umgang mit Vielfalt ist erlernbar, auch Trainer müssen sich ständig weiterqualifizieren.
Die überzeugende Entwicklung von interkulturellen Trainings verlangt die ständige Qualifizierung von Trainerinnen und Trainern in mindestens drei Kompetenzbereichen:

  1. Anwendungsorientierte Kenntnis von interkultureller Kommunikation und Interaktion
  2. Fundierte methodische Ausbildung und Erfahrung als Trainerin oder Trainer von sozialen Gruppen
  3. Umfangreiche Erfahrungen in einer zweiten Kultur und profunde Kenntnisse in einer oder mehreren Fremdsprachen

„Neben dem Wissen über interkulturelle Kompetenz und Theorie ist darüber hinaus Expertise in der methodisch-didaktischen Gestaltung  von Lerneinheiten von zentraler Bedeutung“, erklärt Katrin Brass, Leiterin des Bereichs Interkulturelles Training beim Kommunikationsdienstleister Fix International in Hamburg.

Im interkulturellen Trainingskontext lassen sich drei grundlegende Themenschwerpunkte für Gruppen bzw. Einzelpersonen unterscheiden:

  1. Länder- und kulturspezifische Trainings, die Teilnehmer auf  Aktivitäten in fremden Kulturräumen vorbereiten.
  2. Allgemeine interkulturelle Sensibilisierungstrainings: Hier werden den Teilnehmern das Bewusstsein für kulturbedingte Handlungsabläufe  und der Einfluss von Kultur auf das Verhalten der Akteure vermittelt.
  3. Interkulturelle Teamtrainings für bi- und multinationale Teams
Die Ziele von Qualifizierungsmaßnahmen:

  • Befähigung zum bewussten Umgang mit kulturräumlich varianten Mustern des Denkens, Fühlens, Wahrnehmens und Wertens bei Individuen und sozialen Gruppen.
  • Fähigkeit zur Reflexion über die  Verschränkung von Kontext, Kultur und Persönlichkeit als drei gleichzeitig wirkende Einflussgrößen auf individuelles Handeln.
  • Befähigung, selbständig das erforderliche Design und die Evaluation von individualisierten Lerneinheiten zu realisieren.

„Wer einen seriösen Anbieter mit passendem Angebot finden will, sollte sich die Biographien der in Frage kommenden Trainer ansehen und überprüfen, woher ihre Kulturkompetenz stammt. Welche Erfahrungen haben die Trainer in dem Land gesammelt? Sind sie gar bikulturell oder zweisprachig aufgewachsen? Wie sind sie ausgebildet?“ Das empfiehlt Prof. Dr. Jürgen Henze vom Institut für Erziehungswissenschaften der Humboldt-Universität in Berlin. Der Wissenschaftler beschäftigt sich mit Fragen der interkulturellen Kommunikation und Sensibilisierung.
 
Qualität, so eine Binsenweisheit, sollte im interkulturellen Training großgeschrieben werden. „Die Lebensläufe vieler Trainer und Berater jedoch sehen so aus, als wäre jeder Hochschulabsolvent mit Auslandserfahrung oder entsprechendem Migrationshintergrund bereits Kulturexperte“, resümiert Katrin Brass.  
 



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