Neue Umfrage: US-Amerikaner haben gute Meinung von Deutschland

Newsletter Februar 2014

Interkulturelle Kompetenz USA, Newsletter Fix International ServicesIst das nach dem NSA-Skandal Balsam für deutsche Befindlichkeiten? Eine aktuelle Magid-Studie im Auftrag der Deutschen Botschaft in Washington zeigt, dass US-Amerikaner ein überaus positives Bild von Deutschland haben. Demnach glauben 60 Prozent der Befragten, dass Deutschland eine moderne und in die Zukunft orientierte Gesellschaft sei. Allerdings glauben viele Amerikaner nicht, dass sie gleichfalls auch von den Deutschen gemocht werden. Vor zehn Jahren, zu Zeiten der großen Krise zwischen Berlin und Washington wegen der deutschen Absage, am Irak-Krieg teilzunehmen, fanden nur 27 Prozent ansprechende Worte für Deutschland. Seither ist der Wert von Jahr für Jahr geklettert: Technologisch hält man den Partner für hochentwickelt, ökonomisch für stabil und auch als international agierende Führungsmacht ist Deutschland in den USA so beliebt wie selten zuvor.
47 Prozent sind der Ansicht, dass die Bundesrepublik Demokratie und Frieden in der Welt befördert. 43 Prozent meinen, dass Deutschland, nach England und Kanada,  der wichtigste internationale Partner Amerikas sei. Und jeder zweite Befragte hält Deutschland für einen konstruktiven Stabilitätsanker innerhalb der EU. Ebenso viele Teilnehmer waren der Ansicht, dass sich Deutschlands Führungsrolle in Europa in jüngster Vergangenheit gefestigt habe: kein Land sei besser geeignet, die Überschuldungskrise in der EU zu lösen. Ebenfalls interessant ist die Nachricht, dass die Hälfte der befragten Amerikaner gerne mehr über Deutschland erfahren möchten, doch viele US-Medien dieses Interesse nicht bedienten.

„Ein No! ist ein No go!“

Doch so positiv die Umfrageergebnisse in Deutschland auch aufgenommen werden: „Die Unterschiede zwischen amerikanischen und deutschen Gewohnheiten werden oft unterschätzt, zwischen New York und San Francisco wird die indirekte Form der Kommunikation bevorzugt, offene Konflikte sind ein Tabu, ein offen ausgesprochenes No! ist ein No go!“ berichtet Bettina Kertscher, Geschäftsführerin des Kommunikationsdienstleisters Fix International in Hamburg, „so hat beispielsweise der Vorgesetzte in den USA definitiv das Sagen und immer das letzte Wort. Seine Entscheidungen sind Gesetz, darüber möchte er keine Diskussionen mit seinem Team führen.“ Und sie fügt hinzu: „Allerdings gilt im geschäftlichen Umgang in den USA viel stärker als in Europa, dass Klappern zum Handwerk gehört, Bescheidenheit ist dort keine Zier, man sollte durchaus offensiv auf seine beruflichen Erfolge aufmerksam machen.“
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