Diversity-Management: „Vielfalt lässt sich nicht verordnen!“ - Diversity-Kongress in Berlin

Newsletter Januar 2014

Diversity Management, Vielfalt in der deutschen Wirtschaft, Newsletter, Fix International ServicesDer Kongress „Diversity 2013“ in Berlin war prominent besetzt. Es sprachen Daimler-Benz Personalvorstand Wilfried Porth und auch die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer. Veranstalter war der Verein „Charta der Vielfalt“, eine unabhängige Initiative der Wirtschaft, die bereits von über 1600 Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen in Deutschland unterzeichnet wurde. Schirmherrin ist Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Zum Auftakt des Kongresses „Diversity 2013“ ging es darum, Frauen, ältere Menschen und Migranten besser in Unternehmen zu integrieren.
Meist steht „Diversity“ in deutschen Übersetzungen für „Vielfalt“. Aber es gibt auch Übertragungen, die unter dem Begriff „Verschiedenheit“, „Mannigfaltigkeit“, „Buntheit“ oder  „Reichhaltigkeit“ verstehen. „Das alles verbirgt sich hinter diesem kleinen Wort“, führte  Stephan-Andreas Casdorff, Chefredakteur des Tagesspiegels, zum Auftakt der Konferenz aus.  Ana-Cristina Grohnert, Vorstandsvorsitzende der Charta der Vielfalt, beklagte in ihrer Rede, dass Vielfalt in vielen Bereichen noch nicht als Bereicherung empfunden werde. Wenn in Unternehmen über die Potenziale ihrer Initiative und des Diversity-Gedankens berichtet werde, höre man häufig: „Bringt uns das etwas? Lässt sich das messen?“ Ihre Antwort sei dann eindeutig: „Natürlich!“ 

„Wir begreifen Vielfalt als Chance!“

„Die Politik hat das verstanden!“ führte Maria Böhmer (CDU) in ihrem Vortrag aus. Böhmer ist Staatsministerin im Kanzleramt und seit 2005 die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.  Sie erläuterte, dass im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD wörtlich stehe: „Wir begreifen Vielfalt als Chance und werden deshalb die Charta der Vielfalt und den ,Diversity’-Gedanken in der Wirtschaft und gemeinsam mit der Wirtschaft weiter stärken.“  Kritisch merkte sie an: „Das lässt sich aber nicht per Knopfdruck verordnen.“ Das bestätigte anschließend auch Wilfried Porth, Personalvorstand des Daimler-Konzerns. Er will ein urdeutsches Unternehmen internationaler und vielfältiger machen. Was die Beteiligung von Frauen angeht, führte er aus, habe Daimler sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Allerdings falle es noch immer schwer,  Positionen mit qualifizierten Bewerberinnen zu besetzen. Denn nur neun Prozent aller Absolventen der klassischen Ingenieurfächer seien Frauen. 
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