20. FIT-Weltkongress in Berlin mit gelungenem Abschluss

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rubrik-ueberetzungen.jpgWer die rasanten Veränderungen im Berufsalltag professioneller Übersetzer erleben wollte, musste eine Konferenz in Berlin besuchen. Wie arbeiten Dolmetscher und Übersetzer in Zukunft? Um aktuelle Themen und Trends der Branche ging es dort auf dem 20. Weltkongress des Internationalen Übersetzerverbandes FIT (Fédération Internationale des Traducteurs). An drei Tagen gab es mehr als 200 Vorträge, Podiumsdiskussionen, Posterpräsentationen und Kurzseminare. Das Themenangebot reichte von Literaturübersetzen, Dolmetschen im juristischen Bereich und Terminologie bis hin zu Marketing für Dolmetscher und Übersetzer. Ein Schwerpunkt des Kongresses war das Thema „Im Spannungsfeld zwischen Mensch und Maschine – Die Zukunft von Übersetzern, Dolmetschern und Terminologen“. In zahlreichen Veranstaltungen ging es um die Chancen und Risiken maschineller Übersetzung für die Branche. Das Thema wurde offen und kontrovers diskutiert. Die Diskussionen und Vorträge machten deutlich, dass die maschinelle Übersetzung nicht von der Bildfläche verschwinden wird, sondern sich weiterentwickelt.
Der Weltübersetzerverband FIT (Fédération Internationale des Traducteurs) ist der größte internationale Zusammenschluss von Übersetzer-, Dolmetscher- und Terminologenverbänden der Welt. Über 120 Berufsverbände und Ausbildungsinstitute aus 60 Ländern sind Mitglied der FIT. Sie vertritt als Dachverband die Interessen von mehr als 80.000 Übersetzern, Dolmetschern und Terminologen rund um den Globus. 1.600 Teilnehmer aus mehr als 70 Ländern erlebten drei Kongresstage mit inspirierenden Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Seminaren und Netzwerken auf internationalem Niveau. „Der Weltkongress war ein großer Erfolg“, so Norma Keßler, Vizepräsidentin des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) und Mitorganisatorin des Kongresses. Für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer standen auch die persönliche Begegnung und das Kennenlernen von Kollegen im Mittelpunkt, die sonst nur über Facebook oder Twitter bekannt sind. Fachsimpeln, Erfahrungsaustausch oder der Wechsel  von Visitenkarten prägten nach den Veranstaltungen das Bild. 

Ein besonderes Highlight war die Veranstaltung „Translation Slam“ am 5. August, die auf dem FIT-Weltkongress eine Deutschlandpremiere feierte und auch für die Öffentlichkeit zugänglich war. Beim „Translation Slam“ traten insgesamt dreimal zwei Übersetzer mit ihrer Übersetzung eines jeweils identischen Ausgangstexts gegeneinander an und zwar in den Sprachpaaren Englisch-Deutsch, Deutsch- Englisch und Deutsch-Französisch. Auf der Abschlussveranstaltung überreichte Norma Keßler als Vertreterin des BDÜ symbolisch den Staffelstab in Form der FIT-Fahne an den Übersetzerverband „Australian Institute of Interpreters and Translators“ (AUSIT). Der australische Verband wird den nächsten FIT-Weltkongress im Jahr 2017 in Brisbane ausrichten.



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