Unser Buchtipp: Toni Morrison: Heimkehr.

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fix-nl-37-tony-morrison.jpg"Heimkehr" erzählt von Geschwistern am Vorabend der Bürgerrechtsbewegung. Drei Jungs aus dem rassistischen Höllenloch Lotus, Georgia, haben sich freiwillig nach Korea gemeldet. Zwei kehren nicht zurück, der dritte, Frank "Smart" Money, führt nach dem Krieg zunächst ein haltloses Vagabundendasein und erlebt dabei den ungebrochen fortgesetzten Rassismus des weißen Amerika der fünfziger Jahre, aber auch die Selbsthilfeorganisationen der Schwarzen und deren Solidarität. Kaum hat sich Frank unter prekären wirtschaftlichen und psychischen Umständen zu einem neuen Leben niedergelassen, da erreicht ihn die Nachricht, dass seine jüngere Schwester in Gefahr sei. Die Sorge um sie führt ihn zurück nach Lotus, zum Elternhaus und zu einem Geheimnis aus ihrer Kindheit, dem er bis zu seiner bitteren Enthüllung nachgeht. "Heimkehr" setzt den mit "Jazz" begonnenen Zyklus fort, in dem Morrison die Situation der Schwarzen in einem jeweils anderen Jahrzehnt beleuchtet.
Die Autorin: Toni Morrison wurde 1931 in Lorain, Ohio, USA, als Tochter eines schwarzen Arbeiterehepaares geboren. Nach dem Besuch örtlicher Schulen 1949 Beginn des Studiums an der Howard University in Washington, DC.  Lehrtätigkeit, zunächst an der Texas Southern University (1955-1957), danach an der Howard University (1957-1964).   Sie schrieb Geschichten, aus denen sie auch ihren ersten Roman entwickelte. Zu ihren bedeutendsten Werken zählen u. a "Sehr blaue Augen", "Solomons Lied" "Menschenkind", "Jazz", "Paradies" und die Essaysammlung "Im Dunkeln spielen" über die Antinomien von weißer und schwarzer Kultur. Seit 1989 ist sie Professorin für afroamerikanische Literatur an der Princeton University, NJ. Den Nobelpreis für Literatur erhielt Tony Morrison 1993.

Presse:  „Alle großen Themen der Nobelpreisträgerin sind hier vereint, prägnant und eindringlich!“ (The Washington Post)
„Das gefühlvollste Buch von Morrison.“  (The New York Review of Books)



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