Unser Buchtipp: Angelika Klüssendorf. April.

Newsletter März 2014

Buchtipp, April, Angelika Klüssendorf, Newsletter Fix International ServicesDie Kindheit ist vorüber, aber erlöst ist das Mädchen deshalb noch lange nicht. Nach ihrem hochgelobten Roman „Das Mädchen“ schreibt Angelika Klüssendorf die Geschichte ihrer jungen Heldin fort. Ihr Weg führt aus einer Jugend ohne Jugend in ein eigenes Leben – das den Umständen abgetrotzt werden muss. Am Anfang stehen ein Koffer mit ihren spärlichen Habseligkeiten und ein Zimmer zur Untermiete. „Das Mädchen“, das sich mittlerweile April nennt - nach dem Song von Deep Purple -, hat die Zeit im Heim hinter sich, die Ausbildung abgebrochen und eine Arbeit als Bürohilfskraft zugewiesen bekommen. Zwischen alten Freunden und neuen Bekannten versucht sie sich im Leipzig der späten 70er-Jahre zurechtzufinden, stößt dabei oft an ihre eigenen Grenzen und überschreitet lustvoll alle, die ihr gesetzt werden, am Ende mit ihrer Ausreise auch die zwischen den beiden Deutschlands. Aber jedem Ausbruch folgt ein Rückfall, jedem Glücksmoment eine Zerstörung, jedem Rausch die Ernüchterung. Und immer ist da die Frage nach den Kindheitsmustern, der Prägung durch die verantwortungslose Mutter und den alkoholkranken Vater.
Die Autorin: Angelika Klüssendorf, geboren 1958 in Ahrensburg, lebte von 1961 bis zu ihrer Übersiedlung 1985 in Leipzig; heute lebt sie in Berlin. Sie veröffentlichte unter anderem die Erzählungen „Sehnsüchte“ und „Anfall von Glück“, den Roman „Alle leben so“, die Erzählungsbände „Aus allen Himmeln“ und „Amateure“ sowie zuletzt den Roman „Das Mädchen“.

Presse:

„Wie schon in ihrem 2011 für den Deutschen Buchpreis nominierten Roman Das Mädchen ist auch in April die Sprache neben der Hauptfigur die eigentliche Heldin.“
(Deutschlandradio Kultur)

„Die Kunst der Autorin ist die Vermeidung jedweder Künstlichkeit. Scheinbar leicht und widerstandslos läuft der Text dahin – doch dürfte der Ton schwer errungen sein. (…) Der Sog dieser Prosa ist enorm.“
(Der Spiegel)


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