Unser Buchtipp: Owen Martell. Intermission.

Newsletter Juni 2014

Owen Marteill, Intermission, Buchtipp, Newsletter, Fix International ServicesDer Pianist Bill Evans zählte, wie Miles Davis, zu den Großmeistern des amerikanischen Jazz. Autor Owen Martell interessiert sich in seinem Roman „Intermission“ allerdings eher für den privaten Evans. Der war ein rätselhafter Schweiger, den weder sein Bruder Harry noch seine Eltern erreichten – nicht mal im Moment der Krise. Denn die zwei Brüder stehen im Zentrum des Werks, zwei veritable musikalische Talente. Hinzu kommt noch ein Klavier samt einer Familie, die nur über die Musik kommuniziert.
Als Bill Evans im Jahr 1961 auf der Höhe seines Ruhms den Tod des Bassisten seines Jazztrios verkraften muss und durch die Straßen und die U-Bahnen New Yorks irrt, folgt ihm sein Bruder. Denn er möchte auf ihn aufpassen, gibt sich aber nicht zu erkennen. Ebenso hilflos agieren die Eltern. Vergeblich versuchen sie, ihrem vor der Öffentlichkeit geflüchteten Sohn Schutz zu bieten.

Owen Martell hat mit „Intermission“ ein eindrucksvolles Porträt eines verletzlichen und verletzten Genies geschaffen, um das eine Familie in Gedanken und Gefühlen unermüdlich kreist. Aber für Bill ist schließlich die Rückkehr in die Musik, sein eigentliches Zuhause, die einzig mögliche Rettung.

Der Autor:  Owen Martell wurde 1976 in Exeter geboren und lebt zurzeit in Paris. Nach dem Studium in Aberystwyth (Wales) und Oxford arbeitete er zunächst für die BBC. Sein Romandebut „Cadw dy ffydd, brawd“ wurde 2001 in Wales zum Buch des Jahres gekürt. Sein zweiter Roman „Dyn yr Eiliad“ (Der andere Mann) wurde 2004 für denselben Preis nominiert. Zuletzt erschien der Kurzgeschichten-Band „Dolenni Hud“.

Presse:  “A sensitive depiction of an artist in mourning. A delicate and affecting work of fiction. Martell writes with elegant precision. Intermission is an impressive English-language debut, a deft and sensitive depiction of a family shadowed by loss." (Financial Times)
“The mood music conjured up is evocative, reflective and muted. Martell's wonderful portrait is as vivid as it is sympathetic.Lingers in the mind like an elusive, mournful melody.” (Daily Mail)


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