„Augen auf!“ Verhaltens- und Sicherheitstrainings

Dezember 2015

e48411c9b89b23bb5b85939c389faae4.140x10000x0.jpgImmer mehr deutsche Unternehmen versuchen, auf ausländischen Märkten Fuß zu fassen. Doch wachsende Kriminalitätsraten in einigen Regionen der Welt bringen besondere Herausforderungen für unternehmerisches Engagement mit sich.
Expats sind in vielen Gebieten erhöhten Risiken ausgesetzt. Wenn Gewaltkriminalität, Raubüberfälle, Diebstahl oder sogar Entführungen häufig vorkommen, können Unternehmen durch gezielte Vorbereitung Risiken deutlich minimieren. Zum Glück betrifft es nicht viele Expats, das Carjacking. So nennen Experten eine besonders brutale Variante des Autodiebstahls. Der Fahrer wird mit Waffengewalt aus seinem Fahrzeug vertrieben. Allein in Südafrika kommt es alljährlich zu über 15.000 solcher Straftaten, häufig trifft dies Ingenieure. Kein Wunder, dass sich Manager, die in gefährlichen Regionen der Welt arbeiten, sich auf solche Situationen vorbereiten wollen. Diese sogenannten Verhaltens- und Sicherheitstrainings informieren deutsche Fachkräfte über bestehende Sicherheitsrisiken und sicherheitsgerechtes Verhalten im Ausland.   Adressaten sind alle, die während eines Auslandseinsatzes einer erhöhten Gefährdung ausgesetzt sein können. Vor allem Energietechnikunternehmen, Pharmafirmen und Banken buchen Verhaltens- und Sicherheitstrainings. Vor allem geht es den Trainern darum, die Wahrnehmungsfähigkeit der Teilnehmer zu schulen, damit mögliche Gefahrensituationen rechtzeitig erkannt und interpretiert werden können, „geht mit offenen Augen durch ein fremdes Land!“ ist das Credo jedes Sicherheitstrainers. Zu den Inhalten der Trainings gehören deshalb die realistische Gefahreneinschätzung, der Gebrauch der Infrastruktur unter Sicherheitsaspekten und die Vorbereitung auf das Opfer- und Täterverhalten in herausfordernden Konfliktsituationen, beispielsweise kriminellen Angriffen und politischen Krisenmomenten. Reisevorbereitung und Verhaltenspsychologie helfen Leben retten. Wie reagiert man bei Straßenkriminalität? Wie kann man einen Hotelaufenthalt sicher gestalten? Wenn man eine Gefahr kommen sieht, so wissen es Sicherheitsprofis, kann man besser und Ziel führender reagieren. 

Routine geht auf Kosten der Sicherheit!  

Experten raten auch „erfahrenen Hasen“ zum regelmäßigen Besuch solcher Trainings. Vor allem geht es auch darum, die permanente Aufmerksamkeit hoch zu halten, Routine geht oft auf Kosten der Sicherheit, sie macht Menschen nachlässig! Für Deutsche ist die Gefahr hoch, im Ausland gekidnappt zu werden, sie werden nach Chinesen und Franzosen am häufigsten entführt. Wichtig ist es deshalb, im Alltag unauffällig zu agieren. Teure Uhren und auffälliger Schmuck sollten deshalb Tabu bleiben. Auch das Firmenlogo sollte weder Auto noch den Koffer zieren. Welche Regionen sind auf der Welt besonders gefährlich? Als hochriskant gelten der Kongo, Südafrika, Algerien, Mauretanien, Kenia und Mali.   


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