Unser Buchtipp: Sibylle Berg. Vielen Dank für das Leben.

Newsletter August 2012

nl-19-buchtipp-sibylle-berg-0812.jpgToto ist ein Wunder. Ein Waisenkind ohne klares Geschlecht. Zu dick, zu groß, im Suff gezeugt. Der Vater schon vor der Geburt abgehauen, die Mutter bald danach. Und doch bleibt Toto wie unberührt. Im kalten Sommer 1966 geboren, wandelt er durch die DDR, als ob es alles noch gäbe: Güte, Unschuld, Liebe. Warum, fragt er sich, machen die Menschen dieses Leben noch schrecklicher, als es schon ist? Toto geht in den Westen, wo der Kapitalismus zerstört, was der Sozialismus verrotten ließ. Nur zwei Dinge machen ihm Hoffnung - das Wiedersehen mit Kasimir und sein einziges Talent: das Singen. Es führt Toto bis nach Paris. Ein wütender, schriller Roman einer großen Autorin über das Einzige im Leben, was zählt.
Die Autorin:  Sibylle Berg, geboren in Weimar, lebt heute in Zürich. Sie schreibt Romane, Theaterstücke, Essays und Kolumnen (u.a. für NZZ und Spiegel Online.) Zuletzt erschienen Das unerfreuliche zuerst – Herrengeschichten (2001), Ende gut (Roman, 2004), Die Fahrt (Roman, 2007). 2008 wurde sie mit dem Wolfgang Koeppen-Preis ausgezeichnet. 2009 erschien ihr erster Roman bei Hanser: Der Mann schläft.    

Presse: „Sibylle Berg überzeichnet, was sie sieht, ist schreibend gemein, bissig, ironisch und privat voller Empathie und gutgelaunt. Doch es käme ihr nie in den Sinn die Welt rosarot zu beschreiben.“ (Hessischer Rundfunk 08.2012)
„Bei Frau Berg gibt es kein Entrinnen aus dem Mahlstrom aus vergeigter Sehnsucht, Ekel und Gemeinheit, der den Helden verschlingt. … Trotzdem ist ihre Versuchsanordnung des Schreckens eine großartige Lese-Tortur, ein Wunderwerk an klugen Exkursen und brillanten Bonmots.“  (Der Spiegel, 08.2012)



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