Initiative "Sprachmittlung im Gesundheitswesen: Verstehen, um zu heilen"

April 2015

d0fe50ccb6de5896d2195c95b60d1706.140x10000x0.jpgIn Deutschland sind, außer vor Gericht, nur in Ausnahmefällen ausgebildete Übersetzer oder Dolmetscher im Einsatz. Auch im Gesundheitswesen, z.B. vor komplizierten Operationen, sind Dolmetscher nicht die Regel. Ihr Fehlen wird seit Jahrzehnten kompensiert, indem Kinder, Freunde oder Verwandte Menschen ohne deutsche Sprachkenntnisse bei Terminen mit Ärzten begleiten und dort, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, übersetzen.
Das kann, in Krankenhäusern und Arztpraxen, zu fatalen Konsequenzen führen. Denn die medizinische Fachsprache erschließt sich dem medizinischen Laien nicht in jedem Fall. Die Gefährdung des Patientenwohls ist häufig programmiert. Vor diesem Hintergrund hat sich eine Initiative "Sprachmittlung im Gesundheitswesen: Verstehen, um zu heilen" formiert, die jetzt gezielt Organisationen anspricht und um Mitarbeit wirbt. Mitinitiator der Initiative ist der BDÜ, der den Einsatz von qualifizierten, professionellen und spezialisierten Sprachmittlern im Gesundheitswesen sowie deren leistungsgerechte Vergütung fordert.  


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