Interkulturelles Training für Lehrer in Klassen mit hohem Migrantenanteil

April 2015

718f5495a08b9a5544583b7e0eba158c.140x10000x0.jpgDer Ausbau der Vermittlung interkultureller Kompetenzen, zum Beispiel durch die vermehrte Berücksichtigung in der Ausbildung junger Lehrer, gehört zu wichtigen Zielen deutscher Bildungspolitiker. Denn die Globalisierung und steigende Migration führte in der bundesdeutschen Gesellschaft zu einem kulturellen, sprachlichen und sozialen Wandel. Das gilt längst auch für die Schulen, nicht nur in Großstädten. Die Aufgabe der interkulturellen Bildung besteht darin, Lehrern einen guten Umgang mit kulturellen, sprachlichen und sozialen Unterschieden zu ermöglichen. Interkulturelle Handlungskompetenz zählt zur den Schlüsselqualifikation erfolgreich agierender Pädagogen.
Motivation und Anpassungsfähigkeit allein reichen aber nicht aus. Umfassendes interkulturelles Handlungswissen ist erforderlich. Dazu zählt das Angebot interkultureller Trainings. Die Ziele eines guten interkulturellen Trainings bestehen nicht darin, dass die Trainer den Teilnehmern erklären, „wie man sich verhält“. Denn situationsgerechtes Verhalten basiert auf dem Wissen, warum der Umgang mit Menschen anderer Länder oder Kulturkreise an Grenzen stoßen kann und wie man diese überwindet. 

Der Umgang mit Vielfalt ist lernbar

"Warum soll ich mich auf Schüler mit Migrationshintergrund einstellen? Sollen die sich auf mich einstellen!" lautete an vielen Schulen lange eine verbreitete Einstellung. So waren Schwierigkeiten programmiert. „Durch interkulturelle Kompetenz lässt sich die Qualität der Arbeit von Lehrern steigern und auch der Grad der Zufriedenheit im Beruf erhöhen!“ erklärt Bettina Kertscher, Geschäftsführerin des Hamburger Kommunikationsdienstleisters Fix International. Und sie fügt hinzu „es ist zubeobachten, dass immer häufiger Schulen entsprechende Angebote nutzen. Wenn die Bereitschaft da ist, kann man den Umgang mit Vielfalt erlernen.“ Liegen sprachliche Missverständnisse vor? Welche Rolle spielt die Körpersprache? Oder geht es um Kompetenzen? In interkulturellen Trainings lassen sich Konflikte und mögliche Verläufe nachstellen. Die Realisierung solcher Handlungsalternativen bietet Lösungen, die sich im Schulalltag längst vielerorts bewähren. 


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