Unser Buchtipp: Kathrin Aehnlich. Wenn die Wale an Land gehen.

Newsletter November 2013

fix-nl-30-kathrin-aehnlich-cover.jpgRoswitha Sonntag reist nach New York. Sie ist gerade geschieden worden, und es war die Frage ihres Mannes, die den Ausschlag für die Reise gegeben hat: „Warum hast du eigentlich Mick nie besucht?“ Mick war im Studium ihr bester Freund und der Mittelpunkt ihrer Clique, die damals in den 80er-Jahren in Leipzig unzertrennlich war und unbesiegbar. Gemeinsam nutzten sie die kulturellen Freiräume, die sich in einem Land öffneten, das langsam in Agonie versank. Sie fotografierten, drehten Filme mit einer russischen Super-8-Kamera, führten eine Rock-Oper auf, und die Musik aus dem Feindesland Amerika lieferte den Soundtrack dazu. Als sie am Ende des Studiums in einen Alltag zurückgeworfen werden, den sie so nie leben wollten, tauchen merkwürdige Leute bei ihnen auf. Zuerst lachen sie darüber und geben den Genossen den Namen „Handwerker“. Aber die Handwerker verstehen ihr Handwerk, und nicht jeder kann ihnen standhalten.
Die Autorin:  Kathrin Aehnlich, geb. 1957 in Leipzig. Studium an der Ingenieurschule für Bauwesen. Nach dreijähriger Arbeit in einem Baubetrieb studierte sie 1985-1988 am Literaturinstitut in Leipzig. Journalistische Arbeit, zunächst für Die andere Zeitung, seit 1992 feste freie Mitarbeiterin in der Feature-Redaktion von mdr Figaro. 1998 Stipendium für hochbegabten schriftstellerischen Nachwuchs. Autorin und Regisseurin von Hörfunkfeatures und Dokumentarfilmen.  
Presse:  „Kathrin Aehnlichs Roman ist eine gelungene Geschichte über die Kompromisslosigkeit und den Mut der Jugend. … Die Autorin erzählt ihre Geschichte auf zwei Zeitebenen. Da sind die 80er Jahre in der DDR und die Gegenwart in New York. Größer könnte ein Gegensatz nicht sein, sollte man meinen. Aber New York entpuppt sich bei Aehnlich als Kiez, in dem jeder jeden kennt und alle sowieso eigentlich aus dem Osten kommen.“ (NDR Kultur)



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